barbarafeier_2012 - Verein der Freunde und Förderer des Barbara Denkmals

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Die erste Barbara-Feier Anno 2012


Die erste von unserem Verein verantwortlich ausgerichtete Barbara-Feier am Barbara-Tag war ein voller Erfolg. Von allen Teilnehmern wurde die Organisation (in Absprache mit dem Weindorf)
und der vielseitig gestaltete Ablauf - zusammengestellt und moderiert von Mitglied Heinz Glump - sehr lobend hervorgehoben.  Neben Vereinsmitgliedern sah man etliche Vertreter von Firmen/
Einrichtungen/Gesellschaften sowie von der Bundeswehr am StO Koblenz, aber auch Einzelpersönlichkeiten, die sich alle als Spender und Sponsoren in der Vergangenheit hervorgetan hatten.
Unter den insgesamt 70 Gästen herrschte aufmerksame Stille bei den Begrüßungsworten des Vorsitzenden, Generalmajor a.D. Anton Steer, anschließendem Festvortrag von Prof Dr Hartmut Weber
zum Thema: Denkmäler und Erinnerungskultur oder den Toasts von Generalmajor Andreas Berg vom Kdo Heer (der an die derzeit noch über 6000 Soldaten im Einsatz erinnerte) oder von
Hans-Josef Graefen, Präsident des OLG Koblenz (dem es vortrefflich gelang, eine geistige Verbindung zwischen der Symbolfigur der Juristen, der Justitia , und der Schutzheiligen der Artilleristen, Feuerwerker
und auch Architekten, der Hl.Barbara, herzustellen).
Ein typisch Idar-Obersteiner Spießbraten beendete diesen ersten Teil der Feier und gab Raum für ausgedehnte Gespräche an den Tischen.
Danach wurde der mehr humorvolle 2. Teil mit einem Stehgreifspiel begonnen, das sich die in Koblenz nicht unbekannten Vereinsmitglieder Wilhelm Wolff (in der Rolle als Kanonier von "Fuß 9") sowie
der "Stadtführer" Manfred Gniffke ausgedacht hatten.
Dabei wurden in überaus humorvoller Art und Weise Spitzen zum Thema Barbara-Denkmal in Koblenz verteilt. Spontan suchten sie sich zur
Darstellung ihres Barbara-Denkmals einige Mitspieler aus der Zuschauerrunde aus, die die Figuren Krieg (mit Pickelhaube) und Frieden (mit Lorbeer-Advents-Kranz) darstellen mußten. Nicht einmal
die Ziersträucher am Denkmal wurden dabei vergessen. Dann wurde nach der dritten Denkmalfigur, der HlBarbara, gesucht. Diese erschien schließlich als festlich geschmückte Heilige. Es war eine
außergewöhnlich gelungene Inszenierung, wie man den an Barbara-Feiern obligaten Auftritt der Hl.Barbara in dieses Stehgreifspiel eingebaut hatte.
Ihre Worte an die versammelte Jünger(innen)schar - was damit zu begründen ist, daß wir auch weibliche Mitglieder in unserem Verein haben - waren trotz des Schicksals, das ihrem Denkmal die Zeit-
läufte und Zustände in Koblenz nach dem II.Weltkrieg bereitet hatten,
versöhnlich und aufmunternd. Der Auftritt gipfelte in der Auszeichnung eines Koblenzer Sponsors, Hans-Wilhelm Schwab, mit
einer extra modellierten Barbara-Figur durch den Vereinsvorsitzenden
und endete mit einem dreifachen, donnernden ZU-GLEICH aller Gäste auf Kommando der Hl.Barbara.
Hinter dieser Figur verbarg sich Hauptfeldwebel Stefanie Kandulla vom Sanitätskommando.
Eine Versteigerung historischer Gegenstände und Bücher zum Thema zugunsten des Barbara-Spendenkontos beendete den überaus
gelungenen Abend.


Fotos: Verein/Privat


Barbara-Jünger im festlichen Ambiente des Weindorfs!


Der Aufbau des Denkmals beginnt mit dem "Frieden"



Das vollständig aufgebaute Denkmal mit der Hl.Barbara



Verdiente Auszeichnung für HWS Schwab



Barbara-Rede 2012
(Text:Albrecht Golomb)

Am 4ten - ab jetzt in jedem Jahr -
erscheine ich meiner Jüngerschar.
Euch, die versammelt mir zu Ehren,
will helfen ich, den Spendenfluß zu mehren,
damit nach gutem Werk am End'
mich Koblenz wieder sieht auf meinem Postament.

Was ich bejammer, liebe Leute,
ist das, was einst von Kirchenseite
als Heilige mir widerfuhr:
War plötzlich zweite Klasse nur!
Schlimmer noch: Koblenz war Rom schon zuvorgekommen
und hatte mein Denkmal vom Ring genommen.

Mein Leidensweg - eine traurige Geschichte,
von der ich nur folgendes berichte:
Als Schutzheilige seinerzeit völlig verkannt
hatte man mich an eine Müllhalde verbannt.
Ein Strauchdieb oberhalb vom Rhein
muß dann jener Mensch gewesen sein,

der meinen Begleitern Krieg und Frieden
die Köpfe abschlug mit kräftigen Hieben
und selbige in seinen Garten verbrachte
und gartenzwerggleich sie zu Zierstücken machte.
Doch als man dem auf die Spur gekommen,
hat man sie ins Mittelrheinmuseum genommen.

Leider wurde damals noch nicht getwittert.........
Mein Denkmal auf Lagerplätzen also weiter verwittert.
Doch eines Tages kommen daher
Männer von der Bundeswehr.
Die legen mich frei, um nach dem Rechten zu seh'n.
Ich war völlig perplex, was um mich da gescheh'n.

Die gründen kurzerhand einen Verein,
denn nur so können sie Partner von Koblenz sein.
Alles geht dann Schlag auf Schlag.
Ich wohl gern die Sponsoren aufzählen mag:
Die Bundeswehr öffnet mir weit ihre Tür
für ein wetterfestes Lager- und Arbeitsquartier.


Und wohl selten es so einen Sponsor gibt
wie HWS Schwab, der seine Heimatstadt liebt.

Einem steinrestaurierenden Ehepaar
mein Denkmal bislang vielfältiges Arbeitsfeld war.
Nach genauem Sichten, Registrieren, Vermessen
habt Ihr Jünger bald eine Gesamtschau besessen
über das, was zum Vereinsziel Ihr erkoren,
woraus die Figur Frieden jetzt schon wiedergeboren.

Mein Lob wird nicht bei Euch Mitgliedern enden
ohne Hinweis auf die beträchtlichen Spenden,
die aus Industrie, Wirtschaft, Banken und von Bürgern der Stadt
der Förderkreis schon fleißig gesammelt hat.
Von Sponsoren werdet Ihr unterstützt!
Das wirkt auf die Stadt! Auch das ist, was Euch nützt!

Doch wirklich zufrieden bin ich noch nicht ganz:
Zu stark scheinen mir Gleichgültigkeit und Ignoranz
in Sachen geschichtlicher Rückbesinnung,
was mir notwendig erscheint zur Einsichtgewinnung
bei der Frage, ob denn mein Denkmal einen Appell für den Frieden
auch heute noch darstellt? .....Das ist noch nicht entschieden!

Die Stadtväter von Koblenz und Euer Verein
sollen künftig dessen versichert sein:
Wenn Ihr nicht den Elan verliert,
werdet weiter Ihr von mir geführt.
Das kann ich ja von mir schon sagen:
Über Barbaras Hilfe könnt bislang Ihr nicht klagen!

Was ich bis hierher Euch verkündet
nun noch in einen Schlußakt mündet:
Mein werter Jünger Anton Steer
ruft jetzt einen Gast nach vorne her:
Mein Abbild wird er ihm überreichen
für seinen Einsatz ohnegleichen.......

............

Akt der Auszeichnung!
............

Ich ziehe mich nach diesem Stück
aus Eurer Runde nun zurück,
hoffend, ich darf Euerm Bürgerverein
von heute ab Schutzheilige sein.
Dem Downgrading durch Rom zum Trutz
verspreche ich weiterhin Euch meinen Schutz.
In diesem Sinne - Gott mit Euch!

Bekräftigt sei's mit einem dreifachen  ZU  -  GLEICH!





 
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