Barbarafeier 2013 - Verein der Freunde und Förderer des Barbara Denkmals

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:



Barbarajünger feiern den Barbara-Tag in Koblenz


     

Am 4. Dezember ist Barbara-Tag. Traditionell wird er in Koblenz von den Jüngern der Hl. Barbara gefeiert. Das sind heute Traditionsvereine von Angehörigen ehemaliger Artillerieverbände, Pioniere und Feuerwerker aus Koblenz/Lahnstein sowie die Festungsartilleristen vom Ehrenbreitstein.
Da es nach Inkraftsetzung der letzten Bundeswehrstruktur fast keine Heeressoldaten mehr in Koblenz gibt, hat seit zwei Jahren der „Verein der Freunde und Förderer Barbara-Denkmal e.V." die Tradition der jährlichen Barbara-Feier des früheren Heeresführungskommandos/III. Korps über-nommen. Im Verein sind seit der Gründung 2011 noch viele ehemalige Artilleristen/Feuerwerker sowie der Barbara einst huldigende Beamte des BWB vertreten. Früher waren das reine Männerkreise, die mit lustigen Zugangsritualen, Sketchen, Festreden und dem von der Artillerieschule Idar-Oberstein bekannten zünftigen Spießbraten das Barbarafest in dienstlicher Umgebung feierten. Das hat sich mit unserem Verein jetzt zwangsläufig geändert. Er feiert das Barbarafest in der Öffentlichkeit und lädt dazu auch Spender und Sponsoren, Vertreter aus der Politik sowie Bürger aus der Stadt ein. Weil zum Verein auch Mitglieder weiblichen Geschlechts zählen, wird es künftig zur Tradition werden, dass Damen die Feier mit ihrer Anwesenheit schmücken.
Die Feier fand im festlichen Rahmen eines Barbaramahls mit Spießbraten im Hotel Mercure, Koblenz, statt. Launig führte der Stellvertretende. Vorsitzende, Heinz Glump, als Moderator durch das Programm. Vereinsvorsitzender Ralf A. Glöckner konnte 90 Gäste begrüßen. In seiner Begrüßung wies er ausdrücklich darauf hin, dass wir zwar eine militärische Tradition übernommen, diese aber umgedeutet und erweitert haben. Alle Mitglieder des Vereins und alle Gäste sollten sich wohlfühlen,
ob sie weiblich oder männlich sind, ob sie Wehrdienst oder Zivildienst geleistet haben oder keines von beiden
. Er wies auf die Bedeutung des einstmals stadtbildprägenden Barbara-Denkmals hin und charakterisierte das Koblenzer Stadtleben im Jahr seiner Aufstellung mit einem Cornelius-Gedicht im moselfränkischen Dialekt.
Der Ehrenvorsitzende, Anton Steer, hielt den Festvortrag. Das Leben der Menschen in der Zeit um 1907 - die Jahre um die Entstehung des Barbara- Denkmals, war das Thema. (Wir bringen seinen Vortrag ungekürzt unter der letzten Hier-Aufzählung auf der Startseite) Er sprach die politischen Aspekte der sogenannten "Wilhelmi-nischen Ära" an und referierte über die gesellschaftlichen und kulturhistorischen  Bewegungen zur damaligen Zeit, die für die Bedeutung des Barbara-Denkmals für uns auch heute noch von  Wichtigkeit sind. Besonders hob er in seinem Vortrag die starken Veränderungen in Kunst und Kultur sowie die Reformbestrebungen im Zeitraum von 1890 bis 1914 hervor und bewertete sie.
Nach dem Essen wurde der Einzug der Heiligen Barbara erwartet, aber zunächst verzauberte  der Zauberer Zandoc aus Köln das Publikum, der kurzweilig und mit viel Spaß die Teilnehmer in seinen Bann zog. Leider aber hat er eine Hoffnung nicht erfüllt: Nicht nur, dass er es überhaupt erst versucht hätte: Man erhoffte sich von ihm,dass er den Kopf der Barbara wieder herbeizauberte, nach dem wir schon seit über einem Jahr  quasi „steckbrieflich" suchen. Er wird neu geschaffen werden müssen. Der  Höhepunkt der Feier gelang  mit dem Auftritt der Hl Barbara. die auch in diesem Jahr wieder von einer Soldatin aus dem Kommando Sanitätsdienst dargestellt wurde.

Sie trat am Ende eines lustigen Sketches auf, in den ihr Auftritt geschickt eingearbeitet war und der  sehr humorvoll und witzig die preußische Vergangenheit der Koblenzer Artillerie auf die Schippe nahm. Man knüpfte dabei an eine Tradition an, die schon vor mehr als 100 Jahren die Militärs bei Preußens pflegten, wobei in der Regel die Untergebenen ihren Vorgesetzten einmal ungestraft die Meinung sagen durften.
Der Abend klang gemütlich ohne Knall und Rauch aus.





Kleine Bildernachlese
(Fotos: R. Schönbrodt, ZInFü)

                 Ein preußischer Offizier des FeldArtRgt Nr.8 ruft nach der Hl. Barbara.                      

Zunächst werden ihm nacheinander fälschlicherweise Loreley (re) und Germania (li) gebracht




Ansprache der Hl. Barbara
(Text: Georg Salkow)

Seit altersher tat man im Heer
sich mit der Frauenquote schwer.
So kam`s, um Barbara zu haben,
musst man sich leihen einen Knaben.


Das rief zuvörderst auf den Plan
die Frau vom Gleichheitsstellungswahn.
Sie nahm die Chance sofort beim Schopf
und raubt der Barbara den Kopf.

(Hl Barbara mit "Krieg" und "Frieden")


So weiß nun niemand, wie sie aussieht,
geschweige denn, wenn sie sich auszieht.
Ja, wie sie aussieht weiß kein Schwein,
nicht mal der Barbaraverein.

Doch Bergleute und Pioniere,
das sind der treu`sten Jünger ihre!
Das Aussehn den’n kein’ Sorgen macht:
Hauptsache es bumst und kracht.

Die Artillerie ist auch ganz Ohr,
hält Barb’ras Turm für’n Haubitzrohr.
Und überlegt noch immer schlicht,
lohnt sich das Ziel oder lohnt sich’s nicht?!

So wird im Feld man niemals sehn,
dass Deutsche viel beisammen stehn,
denn unsre deutsche Infanterie
fürcht` nur Gott und eig’ne Artillerie.

Nun spielt in Kowelenz das Heer
seit kurzem keine Rolle mehr.
Und suchen wir nach heil`gen Frau’n,
dann schaun wir kurz mal übern Zaun.

Und spingksen bei der Sanität,
ob`s der in dem Fall besser geht.
Wir stöbern zwischen Salben, Pasten
in Dr. Lommers Pflasterkasten.

Da wer`n wir fündig und viel schlauer:
Die Sanität hat Frauenpower.
So steht nun strahlend vor Euch da,
wie einst die heil`ge Barbara.

Als Krieg und Frieden eil`n herbei
Germania und Loreley.
So wurde es denn wahrgemacht,
das Denkmal steht in alter Pracht.
Es fehlt nur noch an dieser Stelle
das Plätschern einer Brunnenquelle.
Drum möge Gott das Denkmal segnen
und feste auf die Sünder regnen.



Festvortrag......

......vor vollbesetztem Saal

Gäste aus den Bereichen Militär und Kultur

Gäste aus den Bereichen Politik und Wirtschaft

Auch zukünftige Barbara-Feiern mit Damen!

 
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü